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Jean Jacques Kravetz im TV
Am 23. Mai erblickte Jean-Jacques, als Sohn des Saxophonisten Raymond Kravetz in Paris das Licht der Welt. Der kleine Jean-Jacques wuchs mit zwei Geschwister in Colombes (ein Vorort von Paris) auf. Schon früh suchte er das Licht der Kamera und posierte im "Rampenlicht".



startet er sein Musikstudium am Pariser Konservatorium. Seine Hauptinstrument: Altsaxophon - Klavier war sein Zweitinstrument. Mit der Bigband seines Vaters hatte er 1964 seinen ersten Bühnenauftritt. Kurz darauf gründete er seine erste eigene Band "Jacques Ridels".




Einstieg in die Band "Les Peetles". Die Band tourt, hauptsächlich mit Beatles Repertoire, erfolgreich durch Frankreich. Der Erste Schallplattenvertrag lässt nicht lange auf sich warten und muss - da der Bandname zu sehr nach den Beatles klingt - sich einen neuen Namen zulegen. Aus den "Les Peetles" wurden "Le Bain Didonc" und später endgültig die Jelly Rolls.



fusioniert die Band "Jelly Rolls" mit Michel Polnareff, einem Multitalentieren Sänger, Pianist, Organist und Komponist, in Frankreich.



Umzug von Paris nach Hamburg.



Lehrer für Saxophon am Hamburger Konservatorium.



Jean-Jacques lernt die Sängerin Inga Rumpf und den Schlagzeuger Udo Lindenberg kennen, kurz darauf steigt er bei deren Band "City-Preachers" ein. Die Band gilt, bis heute als erste Folklore-Rock-Gruppe Deutschlands und wurden über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Die Schallplatten der Band fanden guten Anklang. Die City Preachers funktionierten nach dem Baukastenprinzip - jeder spielt bei und mit jedem. Zu Hochzeiten besteht die Band aus 5-15 Mitgliedern, viele davon sind heute noch immer national und international aktiv.



Aus den City Preachers ensteht die legendäre Band FRUMPY. Jean-Jacques gehört, neben Inga Rumpf, von Anfang an, zum tragenden Fundament der international erfolgreichen Hamburger Band.



Jean-Jacques erster Sohn Pascal wird in Hamburg geboren. Bereits mit 10 Jahren nimmt er mit Udo Lindenberg den Song "Wozu sind Kriege da" auf und verzeichnet damit erste Erfolge. Mit knapp 18 Jahren landet er, durch eine Nacht-und-Nebel-Aktion, als Verstärkung in die Maffay-Band.



Erstes Soloalbum mit dem Titel "KRAVETZ" erscheint. Mit am Start: Udo Lindenberg (Drums, Vocals), Steffi Stephan (Bass), Thomas Kretschmar (Guitars) und Inga Rumpf (Vocals).

01. I'd like to be a child again
02. Ann Toomuch
03. Routes
04. When the dream is over
05. Master of time



Frumpy löst sich auf. Im Musikexpress erscheint die legendäre "Todesanzeige" der Band. Kurz darauf formiert sich daraus gemeinsam mit Inga Rumpf, Karl-Heinz Schott, Kurt Cress, Frank Diez und Jean-Jacques die Band ATLANTIS.

Anfang 74 steigt Jean-Jacques bei ATLANTIS aus und bei RANDY PIE, einer Hamburger Band, ein. Gemeinsam mit Dicky Tarrach, Manfred Thiers, Werner Becker, Bernd Wippich, Jochen Petersen feiert die Band kurzzeitig internationalen Erfolg.



ist Jean-Jacques als Gastmusiker auf diversen Produktionen zu hören, u.a. Marius Müller Westernhagen, Ulla Meineke, Otto Walkes, Heinz Rudolf Kunze, Stephan Remmler, Nino de Angelo, Milva, Harald Juhnke, u.v.m.



ist Jean-Jacques Mitglied des legendären Panikorchesters von Udo Lindenberg.



ist er Teil der Maffay-Band. Der Sound ändert sich zunehmens in Richtung Rock. Er arbeitet erfolgreich als Pianist, Organist, Komponist und Co-Produzent mit Peter Maffay zusammen. Seiner Feder entsprangen unter Anderem die Hits TIEFER, ALTER MANN, EISZEIT,


Mitbegründer von Eric Burdons Fire-Department (u.a. mit Frank Diez & Bertram Engel), Album: The Last Drive


Julien wird in Hamburg geboren. Er studierte an der Hamburger School of Music, bevor er hin und wieder mal beim Panikorchester, als 2. Schlagzeuger Bertram Engel vertritt. Sein eigenes Bandprojekt ist "The Glam" - eine Hamburger Band.


FRUMPY findet wieder zusammen mit Inga Rumpf, Carsten Bohn, Karl-Heinz Schott und Jean-Jacques. Weitere Albenveröffentlichungen in Deutschland und Frankreich folgen. 1995 Jahre verabschiedet sich Frumpy entgültig von der Bildfläche.


Nach 36 Jahren erscheint das 2. Soloalbum KRAVETZ JUBILE. Diesmal mit seinen beiden Söhnen Pascal und Julien und selbstverständlich seinen musikalischen Lebensgefährten: Udo Lindenberg, Peter Maffay, Inga Rumpf, Caro, Steffi Stephan, Karola Kretschmer und Frank Diez..

Danach folgt das 40jährige Bühnenjubiläum im Hamburger Stadt-park. Dieses Event wurde von den Medien als Konzertereignis des Jahres bezeichnet. Zeitgleich wird die Musikstiftung ENTREE ins Leben gerufen. Zu den Kuratoriumsmitgliedern zählen Namen wie: Peter Maffay, Udo Lindenberg, Fritz Rau, Elmar Lamson (Musikhochschule Hamburg), Carl Cortier (Westfalensound), Helge Zumdick (School of Music), Udo Dahmen (Popakademie Mannheim) & Monique Niebisch (Schwester v. Jean-Jacques und Pädagogin).

Nach 1 1/2 Jahren Arbeit erscheint Jean-Jacques Biografie "Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik" im Palmyra Verlag. Das Buch enthält vielerlei Erlebtes und Bewegtes des Tastenmannes. Viele Freunde und Kollegen haben ihr persönliches Statement hinterlassen, das Vorwort stammt von Udo Lindenberg & Peter Maffay.

 

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Kravetz Jubilee Tour
(...) Nun zu der zweiten Reise, die uns im Rahmen des Projekts Begegnungen - Eine Allianz für Kinder im Herbst 2005 in die afghanische Hauptstadt Kabul führte. Dieses Abenteuer war für mich quasi der Ersatz für meine Militärzeit - ich hatte ja nie Wehrdienst geleistet. Zunächst wollte ich diese Reise jedoch nicht antreten, da sie ja nicht ungefährlich war, ließ mich dann aber doch überzeugen.


Alles begann mit einer Email-Mail von Peter Maffays Büro. Inhalt: Kabul/Afghanistan. Wir sollten im Camp Warehouse für die NATO-Schutztruppe ISAF ein Konzert geben. Das fand ich alles andere als lustig, denn die politische Situation in Afghanistan war immer noch sehr angespannt. Kathleen Stanley, die damalige Managerin von Peter meinte jedoch, dass wir keine Muffe haben sollten, da wir voll unter Militärschutz stünden. Während unserer Open-Air-Tour 2005 trafen wir dann in Berlin Hauptmann Christ, der in Afghanistan stationiert war. Er schilderte uns, was uns dort alles erwarten würde und drückte im Namen aller Soldaten große Vorfreude auf den Auftritt aus. Mit einem Infozettel, den jeder von uns bekommen hatte, fuhr ich gleich nach Tourende zum Konsulat, um ein Visum zu beantragen. Da schauten mich alle im Büro Anwesenden ungläubig an und fragten mich, ob ich lebensmüde sei. Denn an der Wand hing ein Plakat, das genau deutlich machte, welche Länder man zu jener Zeit meiden sollte - an erster Stelle Irak und an zweiter Stelle Afghanistan. Ich erklärte ihnen, dass ich ja nicht vorhätte, dort Urlaub zu machen. Nachdem ich alle Formalitäten erledigt hatte, bekam ich ein paar Wochen später mein Visum aus Berlin zugeschickt.


Am 21. Juni 2005 ging's dann los. Wir trafen uns am frühen Morgen im militärischen Teil des Flughafens Köln-Bonn, wo uns Hauptmann Christ im Aufenthaltsraum den Ablauf des Fluges mitteilte. Mit dabei war auch eine Person, die eigentlich nicht zu uns gehörte: Antonia Rados, die bekannte Journalistin von RTL. Als Fotografin flog Udos Freundin Tina Acke mit, die das ganze Geschehen auf Bild festhalten sollte. Mein Freund Udo hatte sie mir anvertraut, und er bat mich, gut auf sie aufzupassen - was ich natürlich tat. Gegen Mittag waren wir für den Abflug bereit. Wir stiegen in einen Airbus der Luftwaffe, der uns zu dem militärischen Transitflughafen Termez in Usbekistan brachte. Dort konnten wir uns in einem Zelt mit Feldbett und Wolldecken für ein paar Stunden hinlegen. Zum Schlafen war ich jedoch viel zu aufgeregt. Außerdem zeigte das Barometer fünfunddreißig Grad Celsius und neunzig Prozent Luftfeuchtigkeit an. Um halb sechs war Wecken angesagt, und ich kam mir langsam schon wie ein Bundeswehrangehöriger vor. Nach einem Blitzfrühstück ging es mit einer Transall weiter nach Kabul. Der Flug dauerte knappe neunzig Minuten. Es war nicht gerade ein sehr komfortabler Flieger, dafür aber schön laut, sodass wir Kopfhörer gegen den Lärm erhielten. Nach einem Steilflug nach unten - damit wir nicht vom Feind abgeschossen werden konnten - stiegen wir am Militärflughafen aus (...)

Mehr Anekdoten aus Jean-Jacques Leben könnt Ihr in seiner Biografie "Meine 40 Jahre in der deutschen Rockmusik - von Frumpy über Udo Lindenberg bis Peter Maffay" lesen.

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